Die Versuchung der kostenfreien Webinare

 

Selbstoptimierung liegt voll im Trend. Überall wird an sich getüftelt, gedoktort und nach Höherem gestrebt. Dabei scheint es immer ganz einfach zu sein, sein besseres Ich zu finden.

Hmh! Ich möchte kein Spielverderber sein, aber ohne ein wenig Aufwand wird das nix. Wobei „wenig“ gelinde gesagt, total untertrieben ist.

Daher wundern mich auch die vielen Versprechen, die mir aktuell täglich über Facebook Ads* gezeigt werden. Überall steht, mehr Kunden, mehr Umsatz, mehr Schlanksein, mehr Freunde, mehr Verliebtheit.

Mehr, Mehr, Mehr und das alles immer nach dem Klick und der Anmeldung zu einem kostenfreien Webinar.

Ich habe natürlich ein paar Mal geklickt. Schon allein aus beruflichen Gründen möchte ich natürlich wissen, was dort so verheißungsvoll versprochen wird. Ich gestehe daher gleich vorweg, ich bin nicht ganz unvoreingenommen, wenn ich mich für solche Live-Beratungen anmelde. Erwischt! Angesehen habe ich mir daher auch jede Menge, schließlich hatte ich über die Feiertage einfach mal Zeit in den Tag hineinzuleben und/ oder eben auch mein besseres Ich zu finden. Wer weiß, wenn es doch so einfach ist?

 

Die Versuchung der kostenfreien Webinare

Die Ausbeute: 15 Webinare in 2 Wochen. Alle waren kostenfrei.

Dauer: Fast immer 60 Minuten plus Zeit zum Fragenstellen im Anschluss

Die Themen: Mehr Umsatz, Mehr Instagram Follower, die Wahrheit über Facebook, wie ich meinen Onlinekurs richtig aufziehe, Umgang mit Geld, Pinterestnutzung, Coaching-Tipps, Warum sich bloggen nicht mehr lohnt und einige mehr.

Die Überraschung: Wider Erwarten konnte ich bei jedem Kurs irgendetwas mitnehmen. Die Zeit war daher nicht vertan. Ganz im Gegenteil, es hat sogar Spaß gemacht. Dennoch haben mich die meisten Webinar-Anbieter nicht überzeugt. Meistens fand ich siewenig seriös, viel zu laut und unsympathisch.

Das Fazit: Ein Allheilmittel sind diese Kurse nicht, aber es gibt gute Ansätze, wenn man offen ist. Und wer weiß, was ich als zu laut und qietschig empfinde, ist für andere genau das Richtige. Bitte habt dabei aber immer auch im Hinterkopf, dass dahinter Verkaufsaktionen stehen. Das kostenfreie Angebot ist wie eine Art Schnupperkurs, ob dir die Person dahinter gefällt und du das Produkt haben möchtest.

 

Die Versuchung der kostenfreien Webinare

 

Zwei für mich positive Beispiele im Bereich Online-Produkt und -Beratungen möchte ich hier nun aber auch vorstellen. Es ist nämlich nicht alles schlecht. Ganz im Gegenteil.

Die Versuchung der kostenfreien Webinare

 

Madame Moneypenny mit ihrem Onlinekurs für „Finanzielle Unabhängigkeit als Frau“

 

Die Versuchung der kostenfreien Webinare

Den Online-Kurs zum Thema „Finanzielle Freiheit für Frauen“ habe ich bereits im Sommer 2018 gebucht und Step by Step abgearbeitet. Ich bin kein besonders guter Zahlenmensch und gebe zu – ähnlich wie Madame Moneypenny das auch in ihrem Vorspann beschreibt – am liebsten alle finanzielle Verantwortung abzugeben.

Nach den Prinzip „Wird schon alles gutgehen“, habe ich mich bis dato geweigert, die Augen aufzumachen.  Versicherungsbriefe, Kontoauszüge und Co sind nun mal einfach nicht so hübsch anzuschauen, wie zu bearbeitende Blogbilder, Instagramvideos oder ein Gassigang mit meinem süßen Gustav. Ehrlich gesagt, finde ich bis heute alles was mit Finanzen zu tun hat kaum entzifferbar. Alle Buchstaben sehen einfach immer aus wie Zahlen, findest du nicht? Brrr, da schüttelt es einen richtig.

Madame Moneypenny kennt all dies und führt einen Schritt für Schritt durch alle Finanzfragen, spricht dabei offen Ängste an und bietet Lösungen.

Auch wenn es mühsam war (und langwierig), ich kann dir – egal ob als Freischaffender, Angestellter, Blogger, Youtuber, jung oder alt – den Onlinekurs sehr empfehlen. Du weißt anschließend genau, was du zu beachten hast und auch, wer dir helfen kann. Großartig und im Nachhinein längst überfällig.

 

 

Die Versuchung der kostenfreien WebinareAlexandra Polunin mit ihrer Pin-Academy

Die Versuchung der kostenfreien Webinare

 

Nun ein großer Sprung, nämlich vom Bereich Finanzen zur Suchmaschine Pinterest. Alexandra Polunin ist nämlich eine Pinterest-Expertin und bietet verschiedene Beratungsmodelle an, um die noch immer unterschätzte Plattform besser zu nutzen.

Ich bin auf sie durch eben genauso ein kostenfreies Webinar aufmerksam geworden und war begeistert. So viel Wissen in einer Stunde, verknüpft mit Trends, Insider-Wissen und einem schönem Angebot machen Spaß. Man spürt einfach, dass dies ihr Bereich ist, indem sie aufgeht und sich auskennt.

Außerdem – und das nur am Rande – finde ich, sie hat eines der sympathischsten Abouttexte überhaupt auf ihrer Seite.

Ich werde in diesem Jahr bestimmt auf sie zukommen, um auch meine Pinterestseite zu optimieren. Das da noch vieles ausbaufähig ist, glaube ich sofort. Umso besser ist es zu wissen, dass es jemanden gibt, der sich in dem Bereich auskennt und sein Wissen weitergeben kann.

 

 

Die Versuchung der kostenfreien Webinare

 

Was haben diese beiden Anbieter nun aber anders gemacht, als die „Magischen 15“ aus meiner selbstgewählten Weihnachts-Challenge?

Nun ja, zunächst einmal sind sie beide herrlich unaufgeregt. Ich hatte ja bereits mehrere Male erwähnt, dass ich diese Art mehr schätze, als das Laute und Quirlige. Außerdem und das ist noch viel wichtiger, machen sie keine nichteinhaltbaren Versprechungen und gehen realistisch an ihre Themen ran. Vielleicht ist der Aufwand im ersten Moment ja weniger glitzernd, als bei anderen Kollegen, aber er ist realistisch und ehrlich. Gutes braucht eben einfach mehr Zeit.

Herzlich,

Mary-Ellen

Bildquelle: Photo by Artur Matosyan on Unsplash