Inspirierende Bücher für Blogger

Bücher haben einen ganz eigenen Duft. Besonders alte Bücher verströmen eine Mischung aus Papier, Wissen, Staub und Vergänglichkeit. Am liebsten mag ich sie tatsächlich ganz abgenutzt und zerfleddert, mit Notizen übersät und durch zahlreiche Hände gewandert. Es ist als würde dadurch nicht nur die Geschichte des Buches erzählt werden, sondern immer auch etwas über die Leute, die es gelesen haben. Herrlich! Bis heute kann ich mich nur schwer mit portablen E-Readern anfreunden. Ich weiß, sie sind leichter überall mit hin zunehmen und von dem  Papier, was dadurch gespart wird ganz zu schweigen. Ich beharre trotzdem auf die klassische Variante. Ich möchte darin schreiben können, Eselsohren machen und einfach etwas in der Hand halten, während ich in andere Welten eintauche. Das Lesen prägt mich, mein Schreiben und auch mein Denken.

Als kleine Redaktionspraktikantin einer Tageszeitung sagte mein damaliger CvD immer: „Schreiben ist 90% Handwerk. 10% Talent.“ Hmh! Ein Handwerk also, das ich erlernen kann.  Klingt lösbar. Lerne, in dem ich selber tätig werde (Learning by Doing also)  und alles aufsage, was Gedruckt ist. Das tue ich auch. Bis heute. Während viele Freunde und Kollegen lieber Schuhe kaufen, stöbere ich in Antiquariaten und kleinen Fachgeschäften nach Erstausgaben, Neuerscheinungen oder Geheimtipps. Besonders diese rumpeligen völlig überladenen Buchgeschäfte sind eine absolute Schatzkiste. Daher hier ein paar Bücher, die ich Euch als Blogger, Influencer oder auch einfach Interessierter sehr ans Herz lege, um Euch zu inspirieren zu lassen und vielleicht sogar zu beflügeln:

„Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“

Marcel Proust: „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Ich gebe zu, es ist nicht die leichteste Kost. ABER selbst wenn ihr eine nur Seite lest, seht ihr, was Menschen mit Wörtern machen können. Zaubern. Ehrfürchtig lese ich immer wieder die Zeilen und gebe zu: „Ich bin neidisch“. Neidisch auf mein mangelndes Talent diesbezüglich, aber schwelgend gleichermaßen. So eine Wortgewandtheit habe ich selten gelesen. Sie fasziniert und inspiriert mich gleichermaßen. Dieses Buch empfehle ich allen, die etwas Schönes brauchen, aber auch einen Ansporn für die eigene Sprache. Subjekt, Prädikat, Objekt kann auch mehr sein als drei Wörter. Das ist kein Maßstab, aber eine Idee für sich selbst. Ach, ich liebe dieses Buch.

„Ich hasse dieses Internet“

Das zweite Buch, was ich Euch empfehlen möchte, ist „Ich hasse dieses Internet“ von Jarett Kobek. Ich habe es vergangenen Weihnachten gelesen und danach das Smartphone für ein paar Tage beiseitegelegt. Ich wollte einfach mal wieder offline sein und die Dinge, wie „früher“ erleben. Selbstverständlich liebe ich das Internet und nutze es sprichwörtlich für mich aus. Allerdings nur noch bis zu einem gewissen Grade. Freunde, Familie, echte Gespräche und auch der Blick nicht nur durch den Instagramfilter/- kamera haben sich seit dem wieder mehr geöffnet. Ganz zu schweigen von der gewonnenen Energie innerhalb meiner Arbeit. Das Buch war ein Reminder an mich und das Leben ohne ständige Erreichbarkeit. In meinen Coachings erlebe ich so oft, gerade bei jungen Bloggern, dass ihre Work-Blog-Life-Balance quasi eins ist. Das ist nicht gut. Alles ist wichtig und richtig, aber in Maßen, nicht in Massen.

„Der reichste Mann von Babylon“

Nicht lachen, aber „Der reichste Mann von Babylon“ war der Beginn für mehr Wirtschaftlichkeit in meinem Leben. Das klingt merkwürdig, ich weiß. Besonders weil ich für meine Kunden immer wirtschaftlich und vorausschauend denke. Für mich selber bin ich aber der schlechteste Betriebswirt der Welt. Diese Erkenntnis ist bitter, aber man kann ja schließlich auch nicht alles können. Es interessierte mich auch nicht besonders. All diese Zahlen und Männer in grauen Anzügen, die einem etwas Aufschwatzen wollen. Gruselig! „Der reichste Mann von Babylon“ ist anders, denn es erklärt das Thema Umgang mit Geld nicht in irgendeinem hochtrabenden Kauderwelsch, sondern in kleinen Geschichten aus der Antike. Es ist wunderbar zu lesen, besonders weil es so nachvollziehbar ist. Ich habe vieles der Dinge umgesetzt und erst nach dem Lesen dieses Buches Freude am wirtschaftlichen Umgang mit meinen Finanzen gefunden. Vielleicht geht es Euch danach genauso. Ein weiterer Step für noch mehr Erfolg als Blogger/ Influencer.

„Alice im Wunderland“

Eines meiner liebsten Bücher ist und bleibt „Alice im Wunderland“ von Lewis Caroll. Ein lieber Freund schenkte mir zum Studiumende eine neuaufgelegte Ausgabe mit Illustrationen von Alices Abenteuern. Eine fast vergessen geglaubte Welt tat sich beim wiederholten Lesen vor mir auf. Die Idee sich fremde Wesen & Abenteuer auszudenken und in diesen aufzugehen, ist die Quelle vieler meiner heutigen Ideen und zwar sowohl beruflich als auch privat. Die Kunst ist, das nahelegende zu sehen und umzusetzen. Das fällt uns Erwachsenen oftmals sehr schwer, denn schließlich ist der Alltag vollgestopft mit Sorgen, Ängsten und anderen Dingen. Kinder tun das ungezwungener und sehen dadurch vieles Ursprünglicher. Es macht Spaß das Mitzuerleben und beflügelt das eigene Ich. Alle, die aktuell einfach nicht wissen, wo sie ihre nächsten Bloginhalte hernehmen sollten, empfehle ich daher mal wieder einen Ausflug durch den Kaninchenbau hinein Alices Wunderland.

„Magic Cleaning“

Ordnung ist das halbe Leben. Was für ein blöder Spruch. Stammt direkt aus Mamas Zitatenkiste. Viel schlimmer ist aber noch, sie hat recht damit. Grummel! Fühlt sich an wie Essigwassertrinken … Ich habe (wie viele andere auch) Marie Kondos „Magic Cleaning“ gelesen und umgesetzt. Das Entsorgen von alten Dingen, die NICHTS mehr mit mir zu tun hatten, fühlte sich an, als würde Wackersteine von den Schultern genommen werden. Ein regelrechter Befreiungsschlag. Plötzlich war Platz für ganz viel Neues. Unter anderem auch für dieses Mag hier und SALUT Communications. Der radikale Schritt zum Entrümpeln ist mir erstaunlich leicht gefallen und hält bis heute an. Insofern ist dieses Buch meine Empfehlung an alle, die sich erdrückt fühlen, frische Luft brauchen und nicht wissen, wie sie anfangen sollt. Beginnt bei Euch daheim am Kleiderschrank. Der Rest kommt dann nach und nach dazu.

Hui, ganz schön viel und doch nur eine kleine und sehr persönliche Auswahl. Es gäbe noch viel mehr aufzulisten, das vielleicht aber mal ein anderes Mal…