Öfter mal Nein sagen

Warum Du als Blogger nicht jede Kooperationsanfrage annehmen solltest

 

Du bist, was Du isst, heißt es so schön. Ähnlich verhält es sich auch mit den Freunden, mit denen Du Dich umgibst, aber auch den Partnern, mit denen Du zusammenarbeitest. Ganz besonders jetzt im vierten Quartal, wenn die Kooperations-Hochphase voll im Gange ist, kann es schnell mal passieren, sich und seine LeserInnen aus den Augen zu verlieren. Das heißt nicht bewusst und mit voller Absicht, aber sein wir mal ehrlich: Geld stinkt nicht. Langfristig aber doch, denn jedes bezahlte und unbezahlte Produkt hat mit Dir als Blogger immer auch etwas persönlich zu tun. Es spiegelt Dich und Deine Meinung aus erster Hand wider.

Sei wählerisch und wäge ab!

 

Es ist also immer auch Sorgfalt geboten, denn eine unglaubwürdige Integrierung hat langfristig auch etwas mit Deinem Erfolg als Blogger/ Influencer zu tun. Ich selbst stelle daher vorab immer fünf Fragen, um sicherzugehen, dass es passt:

Öfter mal Nein sagen

 

Passt dieses Produkt/ Unternehmen zu mir?

Das nicht jedes Produkt zu einem passt, ist völlig klar. Man sollte sich daher schon beim Blogstarten überlegen, wofür ihr und Eure Seite stehen. Dann kann ein Teil der Anfragen schon mal ausgeschlossen werden.

Ebenfalls wichtig, ist mir die soziale Verantwortung Euern Lesern gegenüber zu erwähnen. Dank des Internets hat (fast) jeder auf der Welt die Möglichkeit, sich Infos zu dem Produkt/ Unternehmen einzuholen. Stehe ich vollends dahinter bzw. könnte ich auch mit kritischen Fragen umgehen? Wenn die Antwort „Nein“ lautet, sollte ich mir gut überlegen, dafür Werbung zu machen.

 

Öfter mal Nein sagen

 

 

Wer kooperiert außerdem mit der Marke/ Produkt?

Das erfrage ich immer, um zu erfahren, in welchem Umfeld man sich bewegt. Möchte ich eine von vielen sein oder bin ich gar die Erste mit dem der Kunde zusammenarbeitet? Beides wichtige Fragen, um zu erfahren, was Eure Kunden brauchen. Beim letzteren fehlt Euerm Kunden vielleicht etwas Erfahrung und ihr könntet ein Beratungshonorar mitanbieten. Wenn ihr einer von vielen seid, könnt ihr ebenfalls besprechen, was für die Integrierung am optimalsten ist, damit ihr nicht in der Menge untergeht usw.

 

Öfter mal Nein sagen

 

Stimmt der Preis für meine Leistung?

Über Geld spricht man nicht, was für ein Irrglaube. Ganz im Gegenteil, wir sollten viel mehr über Budgets und Honorare reden, um ein besseres Gefühl für den Wert unserer Arbeit zu bekommen. Zu günstig ist nicht gut, zu teuer aber auch nicht. Schwierig, ich weiß.

In meinen Beratungen gehe ich immer präzise darauf ein. Soviel aber auch schon hier gesagt, Reichweiten sind nur ein kleiner Teil, um das angemessene Budget zu verhandeln. Ihr seid schließlich Redakteur, Grafiker, Fotograf, Art-Direktor, Lektor, Berater und Buchhalter in einem. Ich sage daher immer, dass Service und Qualität den viel größeren Part bei den Angeboten ausmachen. Wer z. B. extra einen Fotografen engagiert, um qualitativere Bilder zu zeigen, kann durchaus teurer sein. Schließlich ist der Aufwand größer.

All diese Punkte müssen vorab in Ruhe überlegt werden und brauchen Zeit. Nehmt sie Euch aber und verkauft Euch nicht unter wert.

 

 Öfter mal Nein sagenSchaffe ich es zeitlich die Kooperation umzusetzen ohne dass die Qualität leidet?

Auch das ist eine Frage, die oftmals vergessen wird. Guter Content braucht aber eben einfach Zeit. Fließbandarbeit geht da nicht. Wägt daher immer ab, ob es in den Redaktionsplan passt oder man einfach ehrlich ist und es verschiebt. Eure Kunden werden es Euch danken, denn Qualität setzt sich immer durch.

 

 

 

Öfter mal Nein sagen

 

Wie sind die Rahmenbedingungen der Kooperation?

Passen diese Bedingungen überhaupt zu Dir und kannst/ möchtest Du das leisten? Es ist wichtig zu wissen, dass Du verhandeln kannst und auch solltest. Du musst nicht zu allen Ja und Amen sagen. Wenn ein Part nicht passt, frage ob Du es für Dich passend machen kannst. Sprich mit Deinem Kunden und schlage Alternativideen vor. Du wirst sehen, dass das Verhältnis dann ein ganz anderes wird. Man kennt Dich und behält Dich gern in Erinnerung.

 

 

 

 

Erst nach all diesen Fragen entscheide ich, ob und unter welchen Rahmenbedingungen die Zusammenarbeit möglich ist. Habe ich dadurch Einbußen? Nein! Ganz im Gegenteil. Meine Kunden schätzen diese Art der Arbeit. Sie wissen, dass ich mir alles intensiv anschaue und abwäge, ob es für beide Seiten ein Gewinn ist. Im Zweifel entscheide ich mich immer, die Zusammenarbeit auf später zu verschieben. Kommt Zeit, kommt eben immer auch Rat.

Herzlich,

Mary-Ellen

PS: Wer mehr über meine Beratungen bei SALUT Communications erfahren möchte, den kann ich immer das kostenlose Kennenlerngespräch empfehlen. Immer persönlich und ohne Zwang. Probier` es einfach aus.