SALUT 2018

SALUT 2018. Nach einer gefühlten Ewigkeit melde ich mich heute frisch gestärkt zurück im ganz normalen Alltagswahnsinn. Meine kleine Auszeit tat so was von richtig gut und war gelinde gesagt längst überfällig. Irgendwann sieht man einfach den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr und das macht einfach keinen Spaß.

Daher hieß es ab dem 21. Dezember einfach Füße hoch und Seele baumeln lassen. Nur Schlafen, Essen, Lesen und süßes Nichtstun. Herrlich! Es kommt sogar noch besser, denn von Instagram, Facebook, Pinterest & Co. verabschiedete ich mich schon viel eher: Sieben Wochen socialfreie Zone wurden es insgesamt. Uaah, ein Raunen geht durch den Raum. Wie kann sie nur? Warum tut sie das? Ich sehe die fragenden Blicke. Facebook meldete sich sogar, um mir mitzuteilen, dass Firmen seriöser wirken, wenn regelmäßig Content veröffentlicht werden würden. Hmh, es ist immer gut zu wissen, dass meine Seriosität von Facebook abhängig ist…

7 Wochen socialfreie Zone

Tatsächlich ist die Social-Media Auszeit ganz unbewusst passiert. Ich hatte eines Morgens einfach keine Lust etwas zu posten und habe dem Gefühl nachgegeben. Das ist die Kurzform und trifft es wohl auch am besten. Von geplanter Auszeit mit langer Vorbereitung daher keine Spur. Spontanität war geboten. An Content mangelte es hingegen nicht, schließlich ist besonders im Dezember und Neujahr immer viel los. Außerdem bereite ich die Bilder & Texte immer schon vor, so dass ich nur auf „Veröffentlichen“ hätte drücken müssen. Nein, ich wollte tatsächlich einfach nicht.

Versteht mich nicht falsch. Ich liebe das Internet, Social-Media, W-Lan, Apps & Co, aber irgendwie schien all das zu viel zu sein. Immer erreichbar, immer online, immer präsent. All dieses MÜSSEN…! Ich gebe es offen zu: zum Ende des Jahres war einfach die Luft raus. Ich habe fast zwei Jahre durchgearbeitet, SALUT aufgebaut, das Magazin gestartet, privat ganz viel Ordnung reingebracht, bin umgezogen und und und. Es wurde Zeit mal nichts zu tun. Und das tat ich dann.

Plötzlich war Ruhe

Und dann war plötzlich Ruhe. Auch irgendwie komisch. Es dauert ein bisschen, sich wieder daran zu gewöhnen und die Stille auszuhalten. Aushalten ist tatsächlich das richtige Wort dafür, denn die Hummeln im Hintern summen noch ein paar Tage nach bis man endlich richtig stillsitzen kann.

Und nun? Was hat sich nach sieben Wochen instafreier Zone getan? Dreht die Welt sich nach zweiwöchiger Email-Pause überhaupt weiter? Sie tut es und das ist vielleicht das größte Learning für mich. Auch die 50 Follower weniger bei Instagram sind zu verkraften und mit all dem Abstand überhaupt kein Beinbruch. Die freie Zeit hat vielmehr neue Synergien geschaffen und ließ mich meine Kanäle mit ein bisschen Abstand betrachten. Was gefällt mir, was möchte ich ändern, was ist meine Botschaft. Im laufenden Hamsterrad sieht man die Dinge ja oft immer nicht so, wie sie sind. Dafür bleibt nämlich einfach keine Zeit. Das Zeitnehmen ist daher mein persönliches Ziel für 2018. Ich merke immer wieder, dass diese bewussten Online-Pausen – ganz unabhängig ob 30 Minuten oder 30 Tage – einfach das sind, was ganz viel bewegt und mich voran bringt. Die dadurch entstehende Gelassenheit bringt dann auch wieder den Spaß (und Lust) am Schreiben, Posten, Kreieren und Arbeiten zurück. Ihr dürft Euch daher ab sofort wieder auf ganz viel Neues bei SALUT freuen.

Macht es Euch schön.

xx Mary-Ellen