Soll ich oder soll ich nicht?

Die Balance finden beim Zu- oder Absagen unbezahlter Kooperationsanfragen ist gar nicht so leicht. Besonders bei der Vielzahl von Anfragen, die bestimmt täglich bei Euch reinflattern. Wie sich also zurechtfinden? Und woran die Messlatte legen?

Wer in dieser Situation ist, sollte ein paar Schritte zurückgehen und sich zurückerinnern. Ihr habt alle mal mit einem bestimmten Ziel als Influencer, Blogger, Künstler und Meinungsmacher gestartet. Dieses Ziel solltet ihr Euch wieder vor Augen führen. Denn jedem Ziel geht erst mal ein Weg voraus.

Möchtest Du über Beautythemen schreiben, die sich ausschließlich mit veganer Kosmetik befassen? Wunderbar! Dann werden viele Kooperationsanfragen schon mal mit einem Nein beantwortet werden können. Du zeigst ausschließlich Outfits auf deinen Kanälen? Auch toll. Dann werden alle Beauty- und Lifestyleanfragen ebenfalls abgesagt werden können. Sie passen nämlich nicht zu Dir und Deiner Seite.

Ich empfehle jedem neuen Blogger oder Influencer sich bei seinen Themen zu fokussieren. So umgeht man die Gefahr „auf einhundert Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen“, kann sich aber auch leichter von Mitbewerbern abgrenzen. Man könnte quasi sagen, ihr kreiert Euch selbst als Marke.

Genau diesen eigenen Markengedanken könnt ihr mit Euch tragen. Wenn ein Produkt das Image Eurer Marke positiv hervorhebt, wäre es die Überlegung wert, auch mal ohne Budget „Ja“ zu sagen. Viele Mitbewerber sehen nämlich dann, was ihr alles Wunderbares umsetzen könnt. Vielleicht hatten sie Euch vorher gar nicht auf dem Schirm, weil sie dachten, „Hmh, nein, das passt nicht“. Ihr könnt diese unbezahlte Kooperation daher als Eigen-PR nutzen, Aufmerksamkeit generieren und Neukunden gewinnen. Euer eigentliches Ziel rückt dabei auch immer näher.

Stellt Euch daher bei jeder Anfrage immer folgende Fragen:

  • Was ist mein Fokus auf dem Blog/ Instagram-/ Youtube-Kanal etc.?
  • Passt das Produkt zu mir und meiner Seite?
  • Unterstützt eine Integrierung mein Blogziel positiv?
  • Wie kann ich den Kunden bestmöglich integrieren?

Mit den Antworten dazu könnt ihr leichter abwägen und anschließend die Umsetzungsdetails mit Euerm Kunden besprechen.

Wie Ihr freundlich absagen könnt und dies sogar als positive Eigen-PR nutzt, lest Ihr übrigens hier:
Die Kunst freundlich abzusagen