Wie schaffst Du das eigentlich alles?

Was Dir keiner sagt bevor Du startest und was Dir hilft durchzuhalten

 

Manchmal bin ich froh, dass ich nicht schon vorab wusste, was auf mich zukommen würde. Selbstständig zu sein ist nämlich ganz anders als ich vorab dachte. Beziehungsweise, eigentlich habe ich mir beim Gründen überhaupt keine Gedanken gemacht, was mich erwarten würde. Ich wusste nur, angestellt sein, möchte ich nicht mehr.

 

Nun, mit dieser Entscheidung bleiben einem noch mehr Möglichkeiten, als die der Selbstständigkeit.

Zurück zu den Eltern zum Beispiel? Nein, lieber doch nicht. Das ginge nicht lange gut. „So lange Du die Füße unter meinen Tisch stellst …“ Naja, Du kennst das ja.

Reich heiraten? Hmh, schwierig und auch nicht wirklich mein Stil. Aber bei einem lustigen Abend mit meinem besten Freund und deutlich zu viel Wein wurde auch diese Möglichkeit ernsthaft erwogen. Der Morgen brachte Ernüchterung und damit war die Idee ad acta gelegt.

Auswandern? Ja, aber wohin?

 

Am Ende dann eben doch etwas Eigenes starten. Ich hatte das Glück, dass die Idee zu SALUT sich irgendwie ergeben hat. Es wurde vielmehr an mich herangetragen, anderen zu erklären, wie diese verrückte Influencerwelt funktioniert, zu beraten und sich Strategien für Erfolge zu überlegen. Eigentlich habe ich das die Jahre zuvor auch schon gemacht, nur war mir das überhaupt nicht bewusst. Dieser Bereich (Blogs, Instagram & Co) war 2012  so neu. Ich wusste eh oft nicht, wie ich meine Arbeit benennen sollte. Es gab schlichtweg kein Wort dafür. Aber gut, aus der Rückblende ergibt alles einen Sinn und der Schritt fühlt sich immer noch gut an.

Nun also Gründerin, Unternehmerin, Beraterin, Hundemama, Tochter, Enkelin, Tante, Freundin, Mensch und irgendwo auch immer noch ich selbst und zwar ganz für mich allein. Selbstredend bin ich immer erreichbar, immer online, immer mobil, immer gesund, immer gutgelaunt, immer perfekt geschminkt, immer gut in Form, immer mit guten Ideen am Start. Immer, immer. Puh! Das ist schon anstrengend beim Schreiben und natürlich auch gelogen. Keiner kann immer alles auf einmal sein. Aber natürlich ist die Erwartungshaltung groß und ich möchte alles bestmöglich umsetzen.

Das geht nicht immer, aber auch ich habe ein paar Asse im Ärmel, die mir helfen, dem täglichen Wahnsinn die Stirn zu bieten. Die Asse sind in dem Fall Apps, die ich fast täglich verwende und das schon seit Jahren. Vielleicht helfen sie Dir an der einen oder anderen Stelle ebenfalls. Vorweg sei gesagt, dass ich für keine der Empfehlungen Geld bekommen habe und sie aus freien Stücken weiterempfehle. Es sind alllesamt Tools, die ich gut kenne und Euch sehr ans Herz legen kann.  Schauen wir uns diese also mal an:

 

Meditieren mit Headspace

 

Headspace *  ist eine Meditations-App mit der ich jeden Morgen in den Tag starte. Diese 15 Minuten sind mir heilig. Die Stimme aus dem Off führt mich und bringt dabei ganz viel Ruhe mit.  Das Tolle ist, dass es verschiedene Schwerpunkte gibt zwischen den ich wählen kann. Wenn ich zu viel Stress habe, suche ich mir eine Meditation gegen Stress. Bei Schlafproblemen eben so eine usw. Es gibt sogar 2 Minuten Meditationen für zwischendurch. Die Ruhe, mit der ich dadurch in Termine gehen kann, ist ein Geschenk, denn ich war früher immer sehr hippelig. Das bin ich heute zwar auch noch, ich kann aber besser damit umgehen und bin auch belastbarer.

Meditation ob mit oder ohne diese App kann ich Dir daher sehr empfehlen. Es ist eine ganz besondere Erfahrung so fokussiert zu denken und zu fühlen. Probier es aus. Du wirst schnell merken, was ich meine.

*Headspace ist eine Bezahl-App für die ich mich nach einem kostenfreien Probemonat gern entschieden habe. Es gibt aber auch zahlreiche Youtube-Kanäle, die Ähnliches und umsonst anbieten.

 

 

 

 

 

Seinen Körper besser verstehen mit Clue*

Ja, die Freuden und Leiden des Frauseins; es ist ein zweischneidiges Schwert. Einmal im Monat wird es für viele von uns Frauen weniger nett. Bauchkrämpfe werden begleitet von Kopfweh, Müdigkeit, Hunger und Übelkeit. Meistens alles gleichzeit, wahlweise aber auch in Schüben. Dagegen ist Gott sei Dank schon das ein oder andere Kraut gewachsen (wenn man denn Medikamente nehmen möchte). Was mich aber über Jahre, ja ich möchte sagen, fertig gemacht hat, ist die Zeit davor. Diese vielen Stimmungen, die kommen und gehen und doch irgendwie zu mir gehören. Ich habe mich immer gefragt, warum ich an manchen Tagen belastbarer bin, als an anderen. Du nicht auch? Dass mein Zyklus auch nur ansatzweise etwas damit zu tun haben könnte, kam mir lange nicht in den Sinn. Meine Frauenärztin brachte mich darauf als sie vorschlug eine Art Zyklus-Tagebuch zu führen. Passt natürlich gar nicht in meinen sowieso schon vollen Terminkalender, aber diese App macht das nun für mich. Sie zeigt mir, wo ich stehe oder anders gesagt: was ansteht. Lach^^ Die Aufs und Abs bleiben natürlich trotzdem, ich verstehe mich und was in meinem Körper passiert aber nun viel besser. Ich kann sorgfältiger mit mir umgehen und auch manchmal sachlich zu mir selbst sagen: „Du bist nicht todunglücklich. Das sind nur die Hormone.“

Für alle, die sich jetzt fragen, warum um Himmel willen, stelle ich diese App vor. Nun ja, ich glaube einfach, dass wenn man weiß, mit welchen Monstern man kämpft, jeder viel besser damit umgehen kann. Und das wirkt sich eben auch beruflich aus.

*Die App ist kostenfrei im AppStore erhätlich.

 

 

Sport ist nicht mein Mord mit Gymondo*

Ich bin kein Sportfanatiker, aber auch kein absoluter Verweigerer. Ich weiß mittlerweile einfach, mein wacher Geist braucht Abwechslung. So ein Buch ist zwar nett, aber mein Körper braucht ebenfalls Nahrung; idealer Weise in Form von Bewegung. Fitness-Studios wären für mich ein Graus. Allein das dorthin gehen, würde ich nicht mehr als zweimal hinbekommen. Der Schweinehund ist einfach zu übermächtig. Joggen? Um Gottes Willen. Das ist das gleiche in grün. Ne, wenn dann „strampele“ ich gern von zu Hause und zwar wann und wie oft ich möchte. Dank der App sogar unterwegs, so dass es tatsächlich keinerlei Ausreden mehr gibt. Brauche ich aber auch nicht, denn die Kurse sind wirklich gut. Ich war da Anfangs ja sehr skeptisch, bin nun aber begeistert und switche sogar sage und schreibe zweimal in der Woche zwischen Hardcore Workout, Yoga oder Pilates-Kursen hin und her. Je nachdem wonach mir gerade ist.

Dass ich Bewegung brauche, war mir lange gar nicht klar. Aber natürlich bringt ein Schreibtischjob Verspannungen o.ä. mit sich. Mir geht es beim Sport aber vielmehr um das Auspowern. Der Kopf muss den ganzen Tag arbeiten, da tut es ganz gut, dass Ganze regelmäßig auf den Körper zu verlagern. Ich möchte richtig platt vom Workout auf der Matte liegen, jeden Muskel spüren und wissen, was ich leisten kann. Das ist ein ganz anderes Gefühl als im Beruf und genau das tut mir so gut. Es ist mein Ausgleich, den ich brauche, um weiterhin gut zu sein.

*Die App  ist kostenpflichtig als Quartals- oder Jahresabo erhältlich.

 

Jetzt bist Du dran? Was sind denn deine geheimen Hilfsmittel im Alltag? Ich freu mich auf Deine Tipps und bin gespannt.

Herzlich,

Mary-Ellen*

Bildcredit: Jeremy Moeller